Linksfraktion gegen Bundeswehr-Besuche an Schulen

Linksfraktion gegen Bundeswehr-Besuche an Schulen

Brandenburgs Linksfraktionschef Ralf Christoffers beurteilt Schulbesuche der Bundeswehr grundsätzlich skeptisch. «Wir haben schon seit längerer Zeit deutlich gemacht, dass ein offensives Auftreten der Bundeswehr an unseren Schulen äußerst skeptisch gesehen wird», sagte Christoffers am Dienstag in Potsdam. Solche «Werbegespräche» an Schulen seien nicht geeignet, dass die Schüler frei von Vorurteilen eine Entscheidung treffen könnten.

Die Berliner SPD hatte auf einem Landesparteitag einen Antrag für ein Werbeverbot der Bundeswehr an Schulen beschlossen. Nach Angaben von Berlins SPD-Vize Andreas Geisel vom Dienstag soll die Bundeswehr Schulen weiter besuchen dürfen, nur dabei aber nicht für sich werben.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte am Montag den Vorstoß der Berliner SPD vom Wochenende abgelehnt. «Selbstverständlich soll die Bundeswehr die Möglichkeit haben, an Schulen sachkundig über ihre Arbeit und Aufgaben zu informieren», hatte der SPD-Landesvorsitzende erklärt. «Die Bundeswehr ist ein integraler Bestandteil unserer Gesellschaft - und steht nicht draußen vor der Tür.»
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Ursula Nonnemacher zeigte sich ebenfalls irritiert über den Beschluss der Berliner SPD. Sie schlug vor, dass zum Beispiel auch Nichtregierungs-Organisationen (NGO) die Möglichkeit haben sollten, in Schulen auf ihre Dienste hinzuweisen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 2. April 2019 18:40 Uhr

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