Bergbauschäden in Lauchhammer Thema im Kabinett

Bergbauschäden in Lauchhammer Thema im Kabinett

Seit Monaten sorgen sich Menschen in Lauchhammer (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) wegen möglicher Bergbauschäden um ihr Zuhause und ihre Arbeit - nun hat sich am Dienstag das Kabinett der Landesregierung mit den gefährdeten Gebieten befasst.

Bergbaufolgen

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Ein Hinweisschild weist auf Gefahren auf Grund von Altbergbaufolgen hin. Foto: Steffen Rasche/Archiv

«Wir nehmen die Sorgen der Anwohnerinnen und Anwohner sowie Gewerbetreibenden in der Wilhelm-Külz-Straße in Lauchhammer sehr ernst», sagte Infrastruktur-Staatssekretärin Ines Jesse am Dienstag in Potsdam. Das hätten auch Infrastruktur-Ministerin Kathrin Schneider und Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (beide SPD) in einem Brief an Polenz deutlich gemacht. «Leider gibt es keine Lösung von der Stange», sagte Jesse. Alle Akteure - Stadt, Kreis Land und Bund - müssten versuchen, Pakete im Sinne der Betroffenen zu schnüren.
Wegen möglicher Bergbauschäden müssen in der Wilhelm-Külz-Straße mehrere Anwohner und drei Unternehmen mit insgesamt etwa 200 Beschäftigten bis 2022 das Gebiet verlassen. Gutachter hatten ausgekohlte Alttagebaue untersucht und eine Gefahr festgestellt.
Die CDU im Landtag fordert ein Sofortprogramm von Bund und Land gegen Folgeschäden des früheren Bergbaus in der Lausitz. Bisher sei die Hilfe von Land und Bund nicht ausreichend gewesen, hatte CDU-Fraktionschef Ingo Senftleben kritisiert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 5. März 2019 18:30 Uhr

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