FDP hat keinen Spitzenkandidat für Europawahl mehr

FDP hat keinen Spitzenkandidat für Europawahl mehr

Der FDP in Brandenburg ist der Spitzenkandidat für die Europawahl abhanden gekommen. Der Berliner FDP-Politiker Martin Lindner zog seine Kandidatur nach Angaben des Landesverbands Brandenburg zurück. «Der Grund sind ausschließlich Differenzen mit dem Landesvorsitzenden, von dem ich deutlich zu wenig Unterstützung erfahren habe», sagte Lindner der Zeitung «Potsdamer Neueste Nachrichten» (Mittwoch).

Martin Lindner

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Der damalige Berliner Landesvorsitzende der FDP, Martin Lindner, hebt seine Stimmkarte. Foto: Soeren Stache/Archiv

Landeschef Axel Graf von Bülow zeigte sich enttäuscht: «Wir bedauern, dass Herr Dr. Lindner trotz der Rückendeckung des Landesverbandes persönliche Absichten über die der Partei stellt.» Er sehe den Landesverband aber inhaltlich und personell gut für die anstehenden Wahlkämpfe gerüstet, sagte Bülow.
Der Sprecher der FDP Brandenburg, Martin Lebrenz, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Herr Lindner hat gesagt, er kann es sich in der jetzigen Konstellation nicht vorstellen.»
Der Rechtsanwalt und frühere Berliner FDP-Landesvorsitzende Lindner hatte sich im November 2018 im zweiten Wahlgang mit 60 Prozent der Stimmen gegen Martin Hoeck aus Eberswalde (Barnim) durchgesetzt. Die Brandenburger FDP wählte keine Landesliste. «Wir haben formal keinen Nachrücker», sagte Sprecher Lebrenz. Eine Neuwahl des Spitzenkandidaten komme ebenfalls nicht infrage.
Der gemeinsame Kandidat der ostdeutschen FDP-Landesverbände für den Platz 7 auf der Bundesliste, Robert-Martin Montag aus Thüringen, könnte nun möglicherweise Termine im Wahlkampf übernehmen. Auch Martin Hoeck soll voraussichtlich stärker eingespannt werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 6. Februar 2019 18:00 Uhr

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