Boitzenburg-Prozess: Verurteilter muss nicht in Haft

Boitzenburg-Prozess: Verurteilter muss nicht in Haft

Wegen schweren Betruges rund um die Schlossanlage Boitzenburg ist ein 56-jähriger Mann verurteilt worden - ins Gefängnis muss er nun dennoch nicht. Das bestätigte das Landgericht Potsdam am Montag. Der 56-jährige Geschäftsmann war im September 2018 zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Da das Gericht bereits vier Jahre als vollstreckt erklärt hatte, wurde seine Strafe nun zur Bewährung ausgesetzt. Zunächst hatte der rbb darüber berichtet.

Schloss Boitzenburg

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Schlossanlage Boitzenburg. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Gemeinsam mit einem Komplizen soll der 56-Jährige für Sanierung, Um- und Ausbau der Anlage in der Uckermark umgerechnet rund 45 Millionen Euro erhalten haben. Das Geld hatten die Männer nach Ansicht des Gerichts erschlichen. Insgesamt 4,5 Millionen Euro sollen die beiden in die eigene Tasche gesteckt haben, so das Urteil.
Grund für den Straferlass war auch die lange Verfahrensdauer: 2010 hatte die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Erst Anfang im September 2018 begann die Verhandlung. Das Gericht war nach eigenen Angaben überlastet. Ob der 50-jährige Komplize ins Gefängnis muss, sei noch nicht entschieden worden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 4. Februar 2019 16:20 Uhr

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