Ausgetrocknete Kirchen nach Hitze-Sommer: Orgeln leiden

Ausgetrocknete Kirchen nach Hitze-Sommer: Orgeln leiden

Der trockene und heiße Sommer hat Schäden an Kirchenorgeln verursacht. Einige der rund 1600 Brandenburger Instrumente seien ganz verstummt, andere hätten Risse und Verformungen, wodurch Töne schief klängen oder Holzpfeifen im Pfeifenstock klapperten, berichten Orgelbauwerkstätten aus Ostbrandenburg.

Orgelbaumeister Christian Scheffer steht im Innern einer Orgel

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Orgelbaumeister Christian Scheffer steht während einer Wartung im Inneren einer Orgel. Foto: Patrick Pleul

Oftmals seien die Kirchen ausgetrocknet, die Luftfeuchtigkeit sei von normalerweise 60 auf 20 Prozent gesunken, sagt Christian Scheffler, Seniorchef der gleichnamigen Orgelbaufirma aus Sieversdorf (Oder-Spree). Daraufhin habe sich das Holz der Orgeln zusammengezogen, sie seien undicht geworden und hätten angefangen zu zischen, ergänzt Martin Schulz, Geschäftsführer der Orgelbaufirma Sauer aus Müllrose (Oder-Spree).
Beide Firmen haben noch mit der Regulierung der Spätfolgen an den Instrumenten zu tun. Kirchengemeinden raten sie zur Vorbeugung durch das Aufstellen von Luftbefeuchtern oder regelmäßiges Gießen von Kirchenböden sowie Emporen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 23. Januar 2019 06:40 Uhr

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