Nach Anschlag in Straßburg erhöht Polizei Präsenz

Nach Anschlag in Straßburg erhöht Polizei Präsenz

Betonpoller und Transporter als Sperren, Polizisten mit Maschinenpistolen: Der Anschlag in Straßburg hat auch in Brandenburg unübersehbare Konsequenzen.

Brandenburger Polizei

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Zwei Polizeibeamten stehen an einer Straße in Oranienburg. Foto: Christoph Soeder/Archiv

Potsdam/Cottbus (dpa/bb) - Nach dem Anschlag im weihnachtlichen Straßburg hat die Brandenburger Polizei ihre Sicherheitsvorkehrungen noch einmal erhöht. «Wir sind eh schon mit vielen Bereitschaftspolizisten auf den Weihnachtsmärkten unterwegs», sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums Brandenburg, Torsten Herbst am Mittwoch.
Jetzt werde man die Polizeipräsenz aber noch einmal deutlich erhöhen. Auch in den Direktionen werde nach einer Besprechung der Sicherheitsbehörden am Mittwochmorgen mehr Personal eingesetzt. «Unsere Beamten sind sensibilisiert und informiert», versicherte Herbst.
Zwei Jahre nach dem Anschlag auf den Berliner Breitscheidplatz herrschen auf Brandenburger Weihnachtsmärkten ohnehin schon erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. In Potsdam etwa werden die Zufahrten zur Fußgängerzone durch Transporter zugestellt, wie der Weihnachtsmarkt-Veranstalter Coex mitteilte. An den Hauptzufahrten stünden zudem Kühlhänger als Sperren. Das Gleiche gilt für Wittenberge.
In Brandenburgs zweitgrößter Stadt Cottbus wiederum sind Betonklötze am zentralen Altmarkt zwischen der Straßendurchfahrt und den Weihnachtsmarktständen platziert. Dazu kommen an anderen Zufahrten Transporter als Sperren.
Zu Beginn der Märkte vor rund zwei Wochen wurden den Besuchern Verhaltensregeln ausgehändigt. So sollen sie auf Auffälligkeiten wie herumstehende Taschen achtgeben. «Wir werden diese Regeln jetzt wohl noch einmal aktualisieren», sagte Coex-Geschäftsführer Eberhard Heieck der Deutschen Presse-Agentur. Nach Angaben der Polizei sollen Beamte auf den Märkten nun auch offen Maschinenpistolen tragen.
Bei dem tödlichen Anschlag in Straßburg kamen zwei Menschen ums Leben. Eine weitere Person sei hirntot, sagte der Pariser Antiterror-Staatsanwalt Rémi Heitz am Mittwoch in der elsässischen Metropole. Zwölf Menschen wurden verletzt, sechs von ihnen sehr schwer. Für die Attacke soll ein 29-Jähriger verantwortlich sein, nach dem seither gefahndet wird.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 12. Dezember 2018 15:50 Uhr

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