Verdacht gegen AfD-Besuchergruppe in Sachsenhausen bestätigt

Verdacht gegen AfD-Besuchergruppe in Sachsenhausen bestätigt

Der Verdacht der Volksverhetzung und Leugnung des Holocaust durch Teilnehmer einer Besuchergruppe der AfD in der Gedenkstätte Sachsenhausen hat sich erhärtet. Die bisherigen Ermittlungen hätten dies bestätigt, sagte der Neuruppiner Oberstaatsanwalt Jürgen Schiermeyer am Mittwoch auf Anfrage. Zuvor hatte das ZDF-Journal «Frontal 21» berichtet.

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

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Der Haupteingang zum ehemaligen Konzentrationslager, der heutigen Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Die Besuchergruppe aus dem Wahlkreis der AfD-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Alice Weidel, war im Juli aus der Gedenkstätte verwiesen worden. Teilnehmer der Gruppe hätten zuvor bei der Führung durch die Gedenkstätte Tatsachen zum Massenmord der Nationalsozialisten in Abrede gestellt, erklärte Stiftungssprecher Horst Seferens danach.
Der Leitende Oberstaatsanwalt Wilfried Lehmann erklärte dem ZDF-Magazin, dass Teilnehmer der Gruppe die Existenz von Gaskammern in Abrede gestellt haben sollen. «Wir haben zwischenzeitlich den Großteil der Mitglieder der Besuchergruppe identifiziert und sind gerade dabei, die von uns festgestellten Äußerungen auf ihren strafrechtlichen Gehalt zu untersuchen und den einzelnen Personen zuzuordnen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 21. November 2018 12:40 Uhr

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