Gewerkschaft sieht Senatsplan für S-Bahn kritisch

Gewerkschaft sieht Senatsplan für S-Bahn kritisch

Eine Firma fährt die Berliner S-Bahn, die andere repariert sie - diese Variante im Konzept des Senats stößt auf Gewerkschaftsseite auf Kritik. Ein zuverlässiger Betrieb sei nur möglich, wenn «der S-Bahnbetrieb mit allem, was dazu gehört, aus einer Hand angeboten wird», teilte die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) am Montag in Berlin mit. Zusätzliche Schnittstellen zwischen Betrieb und Instandhaltung müssten vermieden werden.

Derzeit wird die S-Bahn aus einer Hand betrieben - von einer Tochter der Deutschen Bahn. Weil das aber nicht immer ohne Probleme lief, erwägt der Senat Änderungen für die Nord-Süd- und die Ost-West-Strecken. Für sie müssen von 2026 bis 2033 rund 1000 neue Wagen beschafft werden.
In einem Jahr soll es eine Ausschreibung geben. Dabei sollen sowohl Komplettangebote für Beschaffung, Instandhaltung und Betrieb aus einer Hand akzeptiert werden als auch Angebote für einzelne dieser Aufträge. Das berichtete kürzlich die «Berliner Zeitung», die Einsicht in die Senatsvorlage erhalten hatte.
Die EVG schaltet sich nun mit einem «Struktur-Manifest» in die Debatte ein. Zu den Vorschlägen zählen eine längere Fahrtzeit auf der Ringbahn für mehr Pünktlichkeit und mehr Personal auf den Bahnhöfen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 5. November 2018 15:10 Uhr

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