Grabungen auf wohl ältestem Friedhof gehen weiter

Grabungen auf wohl ältestem Friedhof gehen weiter

Nach fünfjähriger Pause gehen im nächsten Frühjahr die Grabungen auf Deutschlands vermutlich ältestem Friedhof bei Groß Fredenwalde (Uckermark) weiter. Wie Forschungsleiter Thomas Terberger von der Universität Göttingen am Freitag sagte, wird das zweijährige Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit rund 250 000 Euro unterstützt.

Thomas Terberger

© dpa

Thomas Terberger betrachtet auf einer Pressekonferenz im Jahr 2016 den Fund einer Kleinkinderbestattung. Foto: Bernd Settnik/Archiv

«Wir freuen uns riesig auf die Grabung», sagte Terberger. Es gehöre zum Höhepunkt im Leben eines Forschers, Gräber aus der Mittelsteinzeit zu entdecken. Der Bestattungsplatz auf einem Weinberg in der Uckermark ist demnach rund 8500 Jahre alt. Nicht nur die Größe des Friedhofs sei besonders. Auch lasse der Zustand der Skelette Folgeforschungen zu.
Erste Gräber auf dem Hügel waren bereits 1962 bei Bauarbeiten entdeckt worden, Nachgrabungen gab es zuletzt 2014. Bisher wurden unter anderem die Gräber eines aufrecht stehenden jungen Mannes und eines würdevoll bestatteten Kleinkindes entdeckt. Terberger zeigte sich nun zuversichtlich, weitere «sensationelle» Funde zu machen.
Beteiligt an dem Projekt sind auch die Uni Kiel, die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin sowie das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und das Archäologische Landesmuseum.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 2. November 2018 17:50 Uhr

Weitere Meldungen