CDU fordert Zertifikat in Behindertenwerkstätten

CDU fordert Zertifikat in Behindertenwerkstätten

Die CDU-Fraktion im Brandenburger Landtag will erreichen, dass Auszubildende in den Werkstätten für Behinderte vom kommenden Jahr an ein Abschluss-Zertifikat erhalten. Ein solches Zeugnis sei eine Anerkennung für ihre zweijährige Ausbildung und könne auch künftigen Arbeitgebern einen Überblick über die Fähigkeiten der Menschen geben, sagte Fraktionschef Ingo Senftleben am Dienstag bei der Vorstellung eines entsprechenden Antrags. Es sei ihm unerklärlich, dass es trotz der Bemühungen um eine bessere Teilhabe bislang keinen qualifizierten Abschluss in den Werkstätten gebe.

Ingo Senftleben (CDU)

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Brandenburg: Der CDU-Fraktionsvorsitzende Ingo Senftleben. Foto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/Archiv

Nach Angaben von Senftleben arbeiten in Brandenburg rund 11 000 Menschen in 28 Behinderten-Werkstätten. In den meisten Fällen blieben die Menschen nach der Ausbildung zwar in den Werkstätten beschäftigt, räumte er ein. Allerdings könne ein qualifiziertes Zertifikat ihre Chancen auch im ersten Arbeitsmarkt erhöhen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 16. Oktober 2018