Brände in Lieberoser Heide führen zu Finanzproblemen

Brände in Lieberoser Heide führen zu Finanzproblemen

Wieder und wieder kreisen Löschhubschrauber im Sommer über der Lieberoser Heide. Die Brände können wegen der Munition im Boden des Truppenübungsplatzes nur so bekämpft werden. Die Folgen machen sich jetzt beim Amt Lieberose bemerkbar.

Großbrand in Lieberoser Heide

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Einsatzkräfte der Feuerwehr löschen einen Waldbrand. Foto: Christian Pörschmann/Archiv

Die vielen Brände in der Lieberoser Heide in den vergangenen Monaten haben zu finanziellen Engpässen beim Amt Lieberose/Oberspreewald geführt. Es sah sich am Montag nicht in der Lage, Löschhubschrauber aus eigenen Haushaltsmitteln zu finanzieren und bat deshalb den Landkreis und das Land um Hilfe, wie Amtsdirektor Bernd Boschan auf dpa-Anfrage sagte. Das Amt habe in diesem Jahr schon viel Geld aus den Haushaltsmitteln für Löscharbeiten ausgeben müssen, das dann an anderer Stelle fehle.
Seit Sonntag brannte es wieder in der Lieberoser Heide in Südbrandenburg. Zunächst war rund ein Hektar Fläche betroffen. Dann weiteten sich die Flammen in der Nacht zu Montag nach Angaben der Feuerwehr-Regionalleitstelle Lausitz auf zwischen fünf bis zehn Hektar aus. Das Brandgebiet liegt nahe Groß Liebitz (Dahme-Spreewald).
Das Problem in der Lieberoser Heide ist, dass Brände weitgehend nur aus der Luft bekämpft werden können, weil sich im Boden des ehemaligen Truppenübungsplatzes noch Munition befinden könnte. Deshalb kamen über den Sommer immer wieder Löschhubschrauber zum Einsatz. Bei Großbränden ist der Landkreis zuständig, bei kleineren Bränden das Amt. Im Juli hatte es einen Großbrand auf 400 Hektar Fläche gegeben.
Die Lieberoser Heide liegt nördlich von Cottbus. Sie erstreckt sich auf etwa 25 500 Hektar Fläche und besteht aus Sandgebieten, Heideflächen, aber auch zum Teil aus Wäldern. Das Heideland-Gebiet war viele Jahrzehnte ein Truppenübungsplatz, einer der größten zu DDR-Zeiten. Russische Soldaten machten dort Schießübungen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 15. Oktober 2018 13:51 Uhr

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