Lausitz: Länder fordern konkrete Projekte für Strukturwandel

Lausitz: Länder fordern konkrete Projekte für Strukturwandel

Die Länder Brandenburg und Sachsen fordern in der Kohleausstiegs-Debatte konkrete Projekte vom Bund für alternative Jobs in der Lausitz. Sie müssten dabei helfen, den seit vielen Jahren laufenden Strukturwandel «weiter gut für die Region zu gestalten», sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Donnerstag in Weißwasser. Dort kam die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission zu einer Sitzung zusammen. Weit mehr als 1000 Braunkohle-Mitarbeiter und Gewerkschafter demonstrierten lautstark mit Trillerpfeifen und Trommeln vor dem Sitzungsort für ihre Jobs.

Lausitzer Braunkohlerevier

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Sonnenaufgang über einem Absetzer für Abraum am Rande des Braunkohletagebaus Jänschwalde. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Die Kommission soll bis Jahresende ein Konzept vorlegen, wie der Strukturwandel in den Revieren im Rheinland, in der Lausitz und im Südosten Deutschlands durch die schwindende Bedeutung der Braunkohle gelingen kann. Zudem soll sie für den Klimaschutz ein Datum für das Ende der klimaschädlichen Verstromung des fossilen Energieträgers festlegen.
Woidke verlangte eine ehrliche Diskussion nicht nur über die Energiewende, sondern auch über Chancen und Möglichkeiten in der Region. Sein sächsischer Amtskollege Michael Kretschmer (CDU) betonte, dass die Ländern dafür kämpfen würden, dass die Braunkohle nicht einfach wegbreche. «Sondern, dass wir eine Chance haben, Neues aufzubauen, bevor Altes kaputtgeht.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 11. Oktober 2018 12:10 Uhr

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