Stadt will sieben Menschen nach Überfall auf Club ausweisen

Stadt will sieben Menschen nach Überfall auf Club ausweisen

Nach dem Überfall auf eine Diskothek in Frankfurt (Oder) hat die Stadt Verfahren zur Ausweisung von sieben Asylbewerbern eingeleitet. Die Männer kommen aus Syrien, Pakistan und den Palästinensergebieten, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. Zwei von ihnen waren nach den Angaben an dem Überfall auf den Club «Le Frosch» verwickelt. Zuvor hatten die «Märkische Oderzeitung» und die «Bild»-Zeitung berichtet.

«Das gravierende Fehlverhalten einiger Weniger schadet Geflüchteten und damit den Bemühungen aller Frankfurter, die ihnen helfend, offen und gastfreundlich zur Seite stehen», betonte Oberbürgermeister René Wilke (Linke). Dagegen solle nun ein Zeichen gesetzt und der rechtlich gegebene Rahmen vollends ausgeschöpft werden. «Hass und Gewalt, egal durch wen, dürfen in unserer Stadt keinen Platz haben.»
Bei dem Überfall hatte es Ende August zunächst eine Auseinandersetzung zwischen zwei Syrern und einem Deutschen gegeben. Die Syrer sollen dann Freunde zur Hilfe gerufen haben, die mit Eisenstangen und Messern auf Besucher losgingen. Ein Mensch erlitt eine Schnittwunde, ein weiterer wurde von einem Stein getroffen.
Die Ausweisung durch die Ausländerbehörde der Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) werde unabhängig von Ermittlungen durch Staatsanwaltschaft und Polizei zu möglichen Straftaten geprüft, die dieser Personenkreis begangen haben solle, hieß es. Die Betroffenen können dann Widerspruch einlegen oder vor dem Verwaltungsgericht klagen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 20. September 2018