Statistiker suchen noch immer Freiwillige für Haushaltsbuch

Statistiker suchen noch immer Freiwillige für Haushaltsbuch

Drei Monate lang ein Haushaltsbuch führen - dafür sucht das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg noch immer Freiwillige. Die Behörde will wie alle fünf Jahre herausfinden, wofür die Menschen ihre Geld ausgeben. Die Daten fließen in die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe ein. Von dem Zahlenwerk hängen viele politische Entscheidungen ab, etwa zur Höhe der Hartz-IV-Sätze.

Ein Haushaltsbuch

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Quittungen und ein Haushaltsbuch liegen auf einem Tisch. Foto: Britta Pedersen/Archiv

Bislang gibt es in Berlin gut 2800 Teilnehmer, womit zwei Drittel der für eine aussagekräftige Statistik notwendigen Zahl erreicht sind. In Brandenburg machen knapp 2900 Haushalte mit, rund 80 Prozent der Vorgabe sind damit erreicht. «Bis Ende September können neue Haushalte noch einbezogen werden», teilte Veronika Kuchta, die zuständige Referatsleiterin der Deutschen Presse-Agentur mit.
Die Stichprobe ist die größte bundesweite freiwillige Haushaltsbefragung. Teilnehmer führen anonym Buch über ihre Einnahmen und Ausgaben. Sie erhalten eine Prämie von 100 Euro.
Die Stichprobe ist auch Basis für die amtliche Teuerungsrate, von der wiederum etwa Fahrkartenpreise abhängen und die Gewerkschaften bei ihren Tarifforderungen berücksichtigen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 19. August 2018 08:30 Uhr

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