Wieder Geldautomat gesprengt: Kein Bezug zu Überfall-Serie

Wieder Geldautomat gesprengt: Kein Bezug zu Überfall-Serie

Erneut haben Unbekannte einen Geldautomaten in Brandenburg gesprengt. In der Nacht zum Dienstag gab es einen Vorfall in Döbern (Spree-Neiße), wie die Polizei mitteilte. Zuvor hatte die «Lausitzer Rundschau» online berichtet. Seit Mitte Juni gab es in Brandenburg und Berlin eine ganze Serie von Überfällen mit gesprengten Geldautomaten, hinter der eine Bande aus den Niederlanden vermutet wird. Nach ersten Erkenntnissen hängt die Tat in Döbern aber nicht mit dieser Serie zusammen, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Potsdam sagte.

Eingeschaltetes Blaulicht auf Polizeifahrzeug

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Eingeschaltetes Blaulicht ist auf einem Polizeifahrzeug zu sehen. Foto: Carsten Rehder/Archiv

Laut Polizei wurden durch die Detonation ein kleines Gebäude mit dem Geldautomaten an einem Supermarkt-Parkplatz zerstört und eine angrenzende Grundstücksmauer beschädigt. Verletzte gab es demnach nicht. Zeugen hätten die Polizei gegen 0.42 Uhr alarmiert und angegeben, dass zwei dunkel gekleidete Personen mit einem Auto in Richtung Bad Muskau in Sachsen geflüchtet seien.
Zum Schaden und zur Beute wurden keine Angaben gemacht. Die Polizei fahndete auch mit einem Hubschrauber nach den Tätern - bislang erfolglos. Auch sächsische Kollegen seien in die Suche einbezogen worden, hieß es im Polizeipräsidium.
In Berlin soll es einem Bericht des Radiosenders 105'5 Spreeradio zufolge einen Anstieg von Vorfällen mit Geldautomaten geben. Der Sender zitierte einen Kriminalhauptkommissaren des Landeskriminalamtes, wonach nach einem relativ ruhigen Jahr 2017 nun in diesem Jahr bereits 25 Fälle registriert worden seien.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 10. Juli 2018