Riesen-Bärenklau: Pflanze mit gefährlicher Wirkung

Riesen-Bärenklau: Pflanze mit gefährlicher Wirkung

Herrschaftlich ragt sie empor mit ihren weißen, pizzagroßen Blütentellern. Doch um die attraktive Staude sollten Spaziergänger besser einen Bogen machen.

Gefährlicher Bärenklau

© dpa

Ein Kanister mit einem Herbizid zur Bekämpfung der Pflanzen des Riesen-Bärenklaus steht neben abgeschnittenen Pflanzen.

Bitte nicht berühren: Besonders in den Sommermonaten schießt in Brandenburg der Riesen-Bärenklau majestätisch in die Höhe. Die Pflanze sieht zur Blütezeit hübsch aus - hat es aber in sich. Kontakt mit Stängel oder Blüte könnten in Verbindung mit Sonnenschein schmerzhafte Hautreizungen und Bläschen sowie Atemprobleme auslösen, berichtet Thomas Frey, Sprecher des Landesamtes für Umwelt. Zwar kommt die bis zu drei Metern hohe Pflanze bislang eher vereinzelt vor, doch ausbreiten sollte sie sich möglichst nicht.

Riesenbärenklau regelmäßig zurückschneiden

«Wir bekommen immer wieder Anfragen, wie die Pflanze bekämpft werden kann», sagte Sylvia Knopke, Leiterin des Pflanzenschutzdienstes im Land Brandenburg. Besonders häuften sich die Nachfragen im Spätsommer. Dann ist die Pflanze hoch gewachsen. Wichtig sei, den Bärenklau kurz zu halten, betont Knopke. Denn wenn das auch als Herkulesstaude bezeichnete Gewächs erst einmal groß ist und blüht, können sich Samen durch Wind und Wasser gut verteilen. Da die Pflanze nach dem Schneiden wieder nachtreibe und neue Blüten bilde, müsse sie regelmäßig gekappt werden. «Mit einmal schneiden ist es nicht getan», ergänzte Knopke.

Pflanze nicht auf dem Kompost entsorgen

Das Umweltministerium rät auf seiner Internetseite dazu, bereits blühende oder in die Samenreife gehende Pflanzen in Müllbeuteln zu verstauen und mit dem Hausmüll zu entsorgen. «Diese Pflanzen gehören nicht auf den Kompost», heißt es dort weiter. Die ursprünglich aus dem Kaukasus stammende attraktive Staude komme vor allem an Wasserläufen und kleineren Flüssen vor. Über das genaue Vorkommen führen die Landesämter in Brandenburg keine Statistik.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 9. Juli 2018