Ehrenpreis fürs Lebenswerk von Maskenbildner Wolfgang Utzt

Ehrenpreis fürs Lebenswerk von Maskenbildner Wolfgang Utzt

Der in Märkisch-Oderland lebende Maskenbilder Wolfgang Utzt ist am Sonntag für sein Lebenswerk geehrt worden. Er erhielt in Neuhardenberg (Märkisch-Oderland) den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten, teilte die Staatskanzlei mit. Utzt habe mit seinem Schaffen jahrzehntelang die deutsche Theater- und Kunstszene bereichert, betonte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in seiner Laudatio. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert.

43 Jahre lang wirkte Utzt am Deutschen Theater, von 1979 bis 2003 war er dort Chefmaskenbildner. Er betreute über 100 Theaterproduktionen und arbeitete mit Regisseuren wie Heiner Müller, Thomas Langhoff, Frank Castorf und Robert Wilson zusammen. Viele Kunstwerke des 76-Jährigen sind in Museen zu sehen. Nach dem Ausstieg aus dem Beruf begann er wieder zu zeichnen. Vor zwei Jahren erschien sein erstes Buch «Das Gürteltier kam nachts um vier».
Vergeben wurden auch der Brandenburgische Kunstpreis der «Märkischen Oderzeitung» und der Stiftung Schloss Neuhardenberg. Im Bereich Malerei ging die Ehrung an Carola Czempik im Bereich Grafik an Frank Diersch, im Bereich Skulptur an Dorit Trebeljahr und im Bereich Fotografie an Göran Gnaudschun. Den mit 6000 Euro dotierten Nachwuchsförderpreis des Landes erhielt Conrad Panzner.
Der Brandenburgische Kunstpreis wird seit 2004 verliehen. Das Kulturministerium vergibt jedes Jahr Stipendien in Höhe von 150 000 Euro an Künstler. 50 000 Euro werden zudem für die Atelierförderung bereit gestellt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 1. Juli 2018