Leipzig unternimmt neuen Anlauf für ein Einheitsdenkmal

Leipzig unternimmt neuen Anlauf für ein Einheitsdenkmal

Nach der Pleite im ersten Anlauf nehmen in Leipzig neue Vorbereitungen für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal konkrete Formen an. Die Stiftung Friedliche Revolution will nach der Sommerpause einen Vorschlag vorlegen, wie mit möglichst breiter Beteiligung der Bevölkerung die Planungen für ein Denkmal vorangetrieben werden können. Diesen «Verfahrensvorschlag» hatte der Stadtrat voriges Jahr bei der Stiftung in Auftrag gegeben.

Denkbar seien viele Formen der Bürgerbeteiligung - von einer Webseite bis hin zu Diskussionsrunden, sagte ein Sprecher der Stiftung am Dienstag. Man habe aus der Erfahrung der vorigen Runde gelernt. Nicht die Verwaltung, sondern die Stadtgesellschaft solle die Idee vorantreiben. 2014 war ein Denkmals-Entwurf mit 70 000 bunten Würfeln nach jahrelangem Streit und juristischen Querelen auf Eis gelegt worden.
Laut Stiftung befürwortet weiterhin eine große Mehrheit der Leipziger ein Denkmal in der Stadt. In einer Umfrage hätten 76 Prozent der Aussage zugestimmt, dass es gut sei, wenn es für ein abstraktes Thema wie «Freiheit - Einheit - Demokratie» einen Ort des Gedenkens gebe. 80 Prozent hielten die Stadt der Montagsdemonstrationen für einen idealen Ort dafür. Die Umfrage sei repräsentativ. Bundesweit wurden 1033 Menschen befragt, 508 davon aus Leipzig.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 26. Juni 2018