Gerber fordert Schutzmaßnahmen der EU für Stahlindustrie

Gerber fordert Schutzmaßnahmen der EU für Stahlindustrie

Nach dem Erlass von höheren Zöllen auf Stahl und Aluminium durch die USA hat Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) Schutzmaßnahmen der EU für die heimische Stahlindustrie gefordert. «Da die USA insgesamt ein sehr wichtiger Handelspartner für Brandenburg sind, sollte eine weitere Eskalation des Handelskonfliktes vermieden werden. Zollschranken und Handelskriege nutzen am Ende niemandem und fügen der Wirtschaft schweren Schaden zu», erklärte Gerber am Freitag in Potsdam.

Albrecht Gerber

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Albrecht Gerber (SPD) nimmt an der Pressekonferenz teil. Foto: Jörg Carstensen/Archiv

In Brandenburg sind bei den Stahlkonzernen Arcelor Mittal und Riva mehrere 1000 Menschen beschäftigt. Die direkte Betroffenheit Brandenburgs sei zunächst zwar relativ gering, weil nur knapp zwei Prozent der brandenburgischen Exporte von Stahlhalbwaren und -vorprodukten in die USA gingen, erklärte Gerber. Anbieter aus den von den Zöllen betroffenen Ländern könnten nun aber verstärkt Stahl in der EU absetzen und damit die Preise drücken.
Seit Freitag gelten in den USA für die EU, Mexiko und Kanada Zölle von 25 Prozent auf Einfuhren von Stahlprodukten und zehn Prozent auf Aluminium. Die USA begründen dies mit der nationalen Sicherheit. Die EU hält dies für unzulässig und hat Gegenmaßnahmen angekündigt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 1. Juni 2018