Kita-Träger: Änderung des Kitagesetzes notwendig

Kita-Träger: Änderung des Kitagesetzes notwendig

Brandenburger Kita-Träger haben von der Politik mehr Unterstützung angemahnt, um geforderte längere Betreuungszeiten zu sichern. Die aktuellen Regelungen im Kita-Gesetz entsprächen nicht mehr die Realität in vielen Kindertagesstätten, sagte Andreas Kaczynski, Vorsitzender der Liga der Freien Wohlfahrtspflege - Spitzenverbände in Brandenburg, am Freitag in Potsdam. Die Kommunen müssten vom Land unterstützt werden, um benötigte Betreuungszeiten von bis zu zehn Stunden abzudecken. Der Bedarf der Eltern nehme zu, unter anderem wegen längerer Arbeitswege.

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Brandenburger Kita-Träger halten eine Erneuerung des Kitagesetzes für essenziell Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

Um ihre Forderungen zu unterstützen öffneten bereits am Freitag Kitas der beteiligten Träger nur für 7,5 Stunden. Am kommenden Mittwoch wollen Erzieher, Eltern, Großeltern und Kinder vor den Potsdamer Landtag ziehen. Im Parlament wollen die Abgeordneten eine Änderung des Kitagesetzes beschließen. Mit dem Einstieg in die Elternbeitragsfreiheit ist das erforderlich.
Aus Sicht der Kita-Träger sind die neuen Regelungen nicht ausreichend. Auch in Zukunft sei nur eine gesetzliche Finanzierung von 7,5 Stunden Betreuung vorgesehen. Durch längere Zeiten verschlechtere sich das Verhältnis Fachkraft und Kind. Das belaste die Erzieher, wird kritisiert.
In Brandenburg gibt es 1870 Kitas. Die Hälfte wird von den beteiligten Trägern betrieben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 25. Mai 2018