Nach Giftmord an Kleinkind: Lebenslange Strafe für Täter

Nach Giftmord an Kleinkind: Lebenslange Strafe für Täter

Nach dem Giftmord an einem eineinhalbjährigen Kleinkind ist ein 38-Jähriger vom Landgericht Potsdam zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Landgericht Potsdam

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«Die Tötung des kleinen, wehrlosen und unschuldigen Kindes ist ein unfassbares Verbrechen», sagte Richter Theodor Horstkötter in seiner Urteilsbegründung am 4. Mai. Der Angeklagte hatte im März 2014 dem schreienden Kind seiner Lebensgefährtin Medikamente in einem Brei verabreicht. Er fühlte sich von dem Jungen gestört und wollte ihn laut Anklage töten, weil er in Ruhe schlafen wollte. Das Gericht folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte dagegen auf Freispruch plädiert.
Der Angeklagte hatte vor Gericht gesagt, er wisse nicht, wie der Junge an die Medikamente gekommen sei. Ihm sei aber bewusst gewesen, dass sie bei einem Kind tödlich wirken könnten.
Da Ende 2017 kurz vor Ende des Prozesses ein Schöffe gestorben war, musste das Verfahren ausgesetzt und komplett neu aufgerollt werden.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 4. Mai 2018