Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt (Oder): Stichwahl

In Frankfurt (Oder) bleibt es spannend: Bei einer Stichwahl heißt es in 14 Tagen Wilke gegen Wilke. Doch bis auf die Namensgleichheit haben beide Kandidaten wenige Gemeinsamkeiten.
Oberbürgermeister Martin Wilke
Martin Wilke guckt in die Kamera. Foto: Patrick Pleul/Archiv © dpa

Frankfurt (Oder) (dpa/bb) - In Frankfurt (Oder) muss der neue Oberbürgermeister jetzt in einer Stichwahl bestimmt werden. Bei der Wahl am Sonntag erhielt keiner der Kandidaten die erforderliche Mehrheit. Deshalb gehen am 18. März der amtierende Oberbürgermeister Martin Wilke (parteilos) und der Linken-Herausforderer René Wilke in die Stichwahl, wie die Stadt mitteilte. OB Wilke erhielt nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis 20,3 Prozent der Stimmen, auf seinen derzeit im Potsdamer Landtag sitzenden Herausforderer kamen 43,4 Prozent. Von den übrigen Kandidaten kam Wilko Möller (AfD) auf 17,0 Prozent, Markus Derling (CDU) auf 14,2 Prozent und Jens-Marcel Ulrich (SPD) auf 5,0 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 45,5 Prozent, in der Stadt waren knapp 49 000 Menschen zur Wahl aufgerufen.

«Ich freue mich über das sehr gute Ergebnis und dass ich in die Stichwahl gegen den amtierenden Oberbürgermeister gehe», sagte der 33 Jahre alte Herausforderer Wilke. Mit dem doch so deutlichen Ergebnis habe er nicht gerechnet. Er wolle die kommenden 14 Tage dafür nutzen, um noch mehr Leute von sich zu überzeugen, sagte Wilke. Seit 2014 sitzt er im Landtag, zudem ist er Fraktionschef der Linken im Frankfurter Stadtparlament. Bei seiner Kandidatur war er auch von den Grünen unterstützt worden.

Oberbürgermeister Wilke sagte, er nehme die Herausforderung an. «Ich freue mich auf die nächsten 14 Tage und werde mit Herrn (René) Wilke alles öffentlich ausdiskutieren und klar machen, was unter diesen Bedingungen geht und was nicht.» Das Stadtoberhaupt hatte in den vergangenen Jahren wiederholt eine mangelnde Unterstützung der Kommune durch die Landesregierung beklagt und galt als scharfer Kritiker der inzwischen abgesagten Kreisreform, bei der Frankfurt (Oder) seine Selbstständigkeit verloren hätte. Das Ergebnis der Wahl mobilisiere sicher den einen oder anderen Bürger, zur Stichwahl zu gehen, sagte der 60-Jährige. «Davon bin ich überzeugt.»

Der auf dem dritten Platz gelandete AfD-Kandidat Möller war am Abend als einziger Kandidat nicht zur Wahlparty ins Rathaus gekommen. Er arbeitet bei der Bundespolizei und ist seit 2013 Vorsitzender des AfD-Stadtverbandes.

CDU-Kandidat Derling stellte sich nach der Bekanntgabe des vorläufigen Wahlergebnisses hinter Oberbürgermeister Wilke. «Als Realist, der weiß, was in der Stadt geht, sehe ich den Oberbürgermeister mit Realismus und richtigen Rezepten als denjenigen, der die Stadt voranbringen kann.»

SPD-Kandidat Ulrich sagte, die Stichwahl werde interessant, zumal der Linken-Herausforderer doppelt so viele Stimmen bekommen habe wie der parteilose Oberbürgermeister. Er ließ offen, ob die SPD in Frankfurt eine Wahlempfehlung für die Stichwahl gibt. Er wünsche sich auf jeden Fall eine hohe Wahlbeteiligung, damit der Bürger und nicht die Stadtverordnetenversammlung entscheide.

Um bei den Oberbürgermeisterwahlen in Brandenburg bereits in der ersten Runde zu gewinnen, muss ein Kandidat mindestens die Hälfte aller Stimmen auf sich vereinen, zugleich müssen dies mindestens 15 Prozent aller Wahlberechtigten sein. Andernfalls kommt es zu einer Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten, die am besten abgeschnitten haben. Auch dann muss das Quorum von 15 Prozent aller Wahlberechtigten erfüllt werden, andernfalls entscheidet das Stadtparlament. Bei den Kommunalwahlen wahlberechtigt sind alle Einwohner ab 16 Jahren, darunter auch EU-Bürger, die ihren Hauptwohnsitz in der Kommune haben.

Quelle: dpa
Aktualisierung: 4. März 2018
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