Rauschgift und illegale Waffen: Angeklagter gesteht

Rauschgift und illegale Waffen: Angeklagter gesteht

Weil er Rauschgift und mehr als zwanzig illegale Waffen in seiner Wohnung gebunkert haben soll, muss sich ein 44-Jähriger vor dem Berliner Landgericht verantworten. Sechs Monate nach seiner Verhaftung hat der Angeklagte zu Prozessbeginn am Donnerstag ein Geständnis abgelegt. Er habe Waffen und Drogen verwahrt und dafür im Gegenzug Geld erhalten, erklärte der nicht vorbestrafte Mann. Wer ihm Kokain, Cannabis und Waffen zur Aufbewahrung gebracht habe, wolle er allerdings nicht offenbaren.

Landgericht Berlin

© dpa

Schilder an der Fassade des Landgerichts Berlin.

Drei Mal hatten Polizisten die Wohnung des Angeklagten durchsucht. Laut Anklage wurde im Mai 2020 ein Kilogramm Kokain gefunden. Fünf Monate später seien zwölfeinhalb Kilogramm Cannabis in der Wohnung des 44-Jährigen im Ortsteil Marienfelde entdeckt worden. Im Januar 2021 hätten Polizisten schließlich in einem Heizungskeller 19 halbautomatische Kurzwaffen beschlagnahmt. Zudem seien in einer Kammer ein Revolver und ein Gewehr sichergestellt worden.
Der Angeklagte erklärte, er bitte um Verständnis dafür, dass er zu dem mutmaßlichen Hintermann nichts sagen wolle. Für das Verwahren und teilweise Portionieren von Drogen habe er Geld erhalten. Zur Höhe des erhaltenen Betrages wolle er sich nicht äußern. Der Prozess wird am 6. Juli fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 1. Juli 2021 14:22 Uhr

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