Überfall auf Juweliergeschäft: 35-Jähriger vor Gericht

Überfall auf Juweliergeschäft: 35-Jähriger vor Gericht

Fast acht Jahre nach einem brutalen Überfall auf ein Juweliergeschäft in Berlin-Wilmersdorf hat gegen einen der mutmaßlichen Täter der Prozess vor dem Landgericht begonnen. Der 35-Jährige soll mit drei Komplizen maskiert in das Geschäft eingedrungen sein. Sie hätten die Ehefrau des Ladeninhabers sofort mit Reizgas attackiert, heißt es in der zu Beginn der Verhandlung am Montag verlesenen Anklage. Die Frau sei zudem geschlagen worden.

Justizmitarbeiter

© dpa

Ein Justizmitarbeiter schließt die Tür zu einem Verhandlungssaal.

Die Täter sollen bei dem Überfall im Juni 2013 mehrere Vitrinen eingeschlagen und Schmuck im Gesamtwert von etwa 70 000 Euro erbeutet haben. Die attackierte Frau habe einen Nasenbeinbruch und eine Jochbeinfraktur erlitten. Zudem habe sie psychische Beeinträchtigungen davongetragen, die in der Folgezeit zur Geschäftsaufgabe geführt hätten. 
Am Tatort sichergestellte DNA-Spuren sollen 2019 zu dem Angeklagten geführt haben. Der 35-Jährige, der wegen anderer Delikte in Belgien eine mehrjährige Strafhaft verbüßen muss, sei von den dortigen Behörden für den jetzigen Prozess vorübergehend nach Deutschland überstellt worden, hieß es am Rande. Ob sich der Angeklagte zu den Vorwürfen äußern wird, blieb zu Beginn der Verhandlung zunächst offen. 
Zwei der Täter sind bereits im Oktober 2015 zu Haftstrafen von sechseinhalb beziehungsweise achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Prozess wegen Raubes und Körperverletzung gegen den 35-Jährigen wird am 18. März fortgesetzt. 

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 15. März 2021 16:53 Uhr

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