Schilder mit Namen der Opfer vom Anschlag in Halle überklebt

Schilder mit Namen der Opfer vom Anschlag in Halle überklebt

In Neukölln sind zwei Straßenschilder, die die Namen von zwei im Dienst getöteten Polizisten tragen, überklebt worden. Die Schilder seien mit den Namen der beiden bei dem Anschlag in Halle getöteten Menschen verdeckt worden, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag (22. Dezember 2020) der Deutschen Presse-Agentur.

Das Wappen der Polizei Berlin auf einer Polizei-Uniform

© dpa

Das Wappen der Polizei Berlin auf einer Polizei-Uniform.

Auf zwei Schildern wurde außerdem eine Seite mit dem Schriftzug «say their names» (Deutsch: Sagt ihre Namen) versehen. Die Aufkleber wurden noch am Montag entfernt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
Bei dem Anschlag in Halle am 9. Oktober 2019 wurden Jana L. und Kevin S. getötet, nachdem ein Terrorist versucht hatte, in die Synagoge in Halle einzudringen und dort die Gläubigen umzubringen. Das Oberlandesgericht Naumburg verurteilte den rechtsextremen Attentäter am Montag zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung. Die überklebten Straßenschilder stehen vermutlich in Zusammenhang mit dem Prozess. Zu den genauen Hintergründen machte die Polizei zunächst keine Angaben. Bei den überklebten Schildern handelt es sich um die der Roland-Krüger-Straße und der Uwe-Lieschied-Straße. Beide Polizisten waren in Neukölln getötet worden. Als Zeichen der Anerkennung wurden die Straßen im Februar dieses Jahres umbenannt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 22. Dezember 2020 15:27 Uhr

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