Anklage gegen mutmaßlichen Serienvergewaltiger erhoben

Anklage gegen mutmaßlichen Serienvergewaltiger erhoben

Wegen einer Serie von Vergewaltigungen in Berlin und dem Umland vom Sommer ist Anklage gegen einen 30-Jährigen erhoben worden.

Grunewald

© Franziska Delenk

Im Grunewald

Dem Mann würden sechs vollendete Vergewaltigungen und eine versuchte Vergewaltigung sowie räuberische Erpressung und gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt - insgesamt gehe es um sieben Taten, sagte eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft am Freitag (13. November 2020). Der Angeklagte soll demnach im Juni und Juli überwiegend in Waldgebieten im Berliner Südwesten Spaziergängerinnen und Radfahrerinnen angesprochen, in seine Gewalt gebracht und an unbeobachteten Orten im Wald vergewaltigt haben.
Opfer sollen mit einem Messer oder einem anderen spitzen Gegenstand bedroht und gewürgt worden sein. In einem Fall hätten Hilferufe und die Anwesenheit eines Campers verhindert, dass die Tat vollendet wurde. Die Anklage ist vor einer Jugendkammer des Landgerichts erhoben worden. Grund dafür sei ein minderjähriger Zeuge, hieß es auf Anfrage. Der Angeschuldigte werde nach Erwachsenenstrafrecht behandelt.
Die Serie von Taten mit einem Schwerpunkt im Grunewald sorgte im Sommer in Berlin und darüber hinaus für große Aufmerksamkeit. Die Polizei startete teils aufwendige Suchaktionen mit Hubschrauber, Drohne und Hunden. Ermittler gingen zudem mit Aufnahmen des Gesuchten von einem Bahnsteig an die Öffentlichkeit. Mehrere Stunden nach der letzten Tat am Abend des 14. Juli wurde der damals 29-Jährige in Zehlendorf gefasst. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 13. November 2020 12:01 Uhr

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