Bankräuber in Köpenick überwältigt: Keine Verletzten

Bankräuber in Köpenick überwältigt: Keine Verletzten

Nach einem Banküberfall und einer Geiselnahme in Berlin-Köpenick hat eine Spezialeinheit der Polizei den mutmaßlichen Täter überwältigt. Dabei wurde nach Angaben der Polizei vom Dienstag (06. Oktober 2020) niemand verletzt.

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    06.10.2020, Berlin: Einsatzwagen der Polizei stehen in der Bahnhofstraße vor dem Forum Köpenick.
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    06.10.2020, Berlin: Einsatzkräfte der Polizei kommen mit dem Motorrad zu einem Einsatz am «Forum Köpenick». Nach einem Banküberfall in Köpenick hat sich der mutmaßliche Täter offenbar in der Filiale verschanzt.
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    06.10.2020, Berlin: Einsatzkräfte der Polizei stehen bei einem Einsatz in der Bahnhofstraße vor dem "Forum Köpenick". Nach einem Banküberfall in Köpenick hat sich der mutmaßliche Täter offenbar in der Filiale verschanzt.
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    06.10.2020, Berlin: Einsatzkräfte der Polizei stehen bei einem Einsatz in der Bahnhofstraße vor dem "Forum Köpenick" mit ihren Waffen in der Hand bereit da. Nach einem Banküberfall in Köpenick hat sich der mutmaßliche Täter offenbar in der Filiale verschanzt.
Das SEK habe einen «günstigen Zeitpunkt» für den Zugriff genutzt und den Mann festgenommen, sagte ein Sprecher. Schüsse seien dabei in der Postbankfiliale im Einkaufszentrum «Forum Köpenick» nach derzeitigem Stand nicht abgefeuert worden.

Täter musste nach Festnahme zunächst ins Krankenhaus

Die Polizei twitterte um 17.05 Uhr: «Nachdem sie längere Zeit in Kontakt mit dem Verdächtigen standen, konnten Einsatzkräfte diesen soeben festnehmen. Er hatte zwei Frauen und einen Mann in der Postbank-Filiale bedroht.» Der Mann sei bewaffnet gewesen, womit sei aber unklar. Weitere Angaben zum Täter wurden am Dienstagabend zunächst nicht gemacht. Laut Polizei kam er nach dem Einsatz zunächst zur Untersuchung in ein Krankenhaus, weil er beim SEK-Zugriff Blessuren davon getragen habe.

Mehr als 200 Polizisten im Einsatz

Der Alarm war bei der Polizei gegen 14.00 Uhr eingegangen. Der Bankräuber verschanzte sich mit drei Angestellten in der Filiale in dem großen Einkaufszentrum im Südosten Berlins. Das gesamte Zentrum wurde geräumt und die umliegenden Straßen gesperrt. Mehr als 200 Polizisten waren im Einsatz. Das Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei rückte an. Die schwer bewaffneten Polizisten in Tarnanzügen postierten sich nahe der Postbankfiliale. Auch ein gepanzertes Polizeifahrzeug war im Einsatz, wie der Sprecher sagte. Nach Informationen der Zeitung «B.Z.» war auch ein Hubschrauber in der Luft.

Zwischenzeitlich drei Angestellte der Bankfiliale bedroht

Die Polizei sprach zwischenzeitlich von einer «Bedrohungslage für 3 Angestellte im Inneren der Postbank-Filiale». Erst Ende Juli hatten vier Männer eine Postbankfiliale in einem Kaufhaus am Hermannplatz überfallen. Sie versuchten, dem Angehörigen einer Geldtransporter-Besatzung Geld zu entreißen und setzten dabei auch Reizgas ein. In der Bankfiliale sollte damals gerade ein Geldautomat aufgefüllt werden. Der Mitarbeiter des Geldtransportunternehmens wehrte sich gegen die Räuber, so dass sie Reißaus nahmen. Auch hier war ein Großaufgebot der Polizei im Einsatz. Im Falle von Geiselnahmen werde zuerst versucht, mit dem mutmaßlichen Täter zu sprechen, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Die Polizei müsse in Erfahrung bringen, was er wolle.

SEK nutzt Überraschungsmoment, um Täter zu überwältigen

Normalerweise versuchen Polizeipsychologen in solchen Lagen den oder die Täter zum Aufgeben zu überreden. Das kann sich über Stunden hinziehen. Gleichzeitig analysiert das SEK die Lage und sondiert Möglichkeiten, überraschend mit Gewalt in das Gebäude einzudringen und den Täter zu überwältigen, ohne Geiseln zu gefährden. Dabei können auch Blend- oder Tränengasgranaten, Elektroschockwaffen oder Scharfschützen eingesetzt werden, wie es bei entsprechenden Vorführungen der Polizei immer wieder zu sehen ist. Das war in diesem Fall nicht nötig.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 7. Oktober 2020 08:38 Uhr

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