Mutmaßlicher Attentäter früher aufgefallen

Mutmaßlicher Attentäter früher aufgefallen

Der mutmaßliche islamistische Attentäter von der Berliner Stadtautobahn ist in der Vergangenheit mehrfach mit weniger gravierenden Gewaltdelikten aufgefallen. Generalstaatsanwältin Margarete Koppers sagte am Mittwoch im Rechtsausschuss des Abgeordnetenhauses: «Er ist seit 2018 als Verdächtiger mehrerer Körperverletzungen und eines Angriffs auf Vollstreckungsbeamte erfasst worden.»

Margarete Koppers

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Die Juristin Margarete Koppers.

Bei der letzten Tat im August 2018 ging es demnach um eine «Widerstandshandlung vor einer Flüchtlingsunterkunft». Darauf folgte laut Koppers ein Strafverfahren, das mit einem Freispruch eines Amtsgerichts im April 2019 wegen phasenweiser Schuldunfähigkeit endete. Das psychiatrische Gutachten von damals sei ihr derzeit noch nicht bekannt, sagte Koppers.
Unmittelbar nach der Widerstandshandlung und Festnahme 2018 sei der Mann zeitweise in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht worden. Damals sei es um eine Maßnahme zur Gefahrenabwehr gegangen, weil es keinen Anlass für einen Haftbefehl gegeben habe, sagte Koppers.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 19. August 2020 16:36 Uhr

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