Lesbenfeindliche Gewalt in nahezu ganz Berlin

Lesbenfeindliche Gewalt in nahezu ganz Berlin

In Berlin hat es laut der Polizeistatistik seit Anfang 2017 insgesamt 43 Fälle von lesbenfeindlicher Gewalt gegeben.

Polizei Blaulicht

© dpa

Ein Polizist vor einem Streifenwagen mit Blaulicht.

Dabei handelt es sich um Delikte wie Beleidigung, Körperverletzung, Gefährliche Körperverletzung und Schwerer Raub, bei denen Frauen Opfer von Hasskriminalität gegen ihre sexuelle Orientierung waren. Das geht aus der Antwort der Innenverwaltung auf eine Anfrage des Linksfraktionschefs im Abgeordnetenhaus, Carsten Schatz, hervor. Danach gab es 2017 berlinweit zehn solcher Fälle, im Jahr darauf elf; 2019 waren es 16 und in der ersten Hälfte des laufenden Jahres sechs.

Schatz: Opfer solcher Übergriffe müssen Anzeige erstatten

Schilderungen aus der lesbischen Community legten den Verdacht nahe, dass die Dunkelziffer der Fälle höher liege, sagte Schatz, der auch Sprecher für Antidiskriminierung der Linksfraktion ist. Die Delikte verteilten sich über nahezu die gesamte Stadt, mit Schwerpunkten in Mitte und Neukölln. «Betroffenen ist anzuraten, sich zur Wehr zu setzen: Opfer solcher Übergriffe müssen Anzeige erstatten, Verfahrenseinstellungen sollte nach Möglichkeit widersprochen werden.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 24. Juli 2020 13:39 Uhr

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