Kindesmissbrauch in mehr als 270 Fällen: Angeklagter gesteht

Kindesmissbrauch in mehr als 270 Fällen: Angeklagter gesteht

Weil er seine Stieftochter und deren Freundin missbraucht haben soll, steht ein 45-Jähriger vor dem Berliner Landgericht.

Justitia

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Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand.

Angeklagt sind mehr als 270 Fälle. Die Mädchen seien bei den ersten sexuellen Übergriffen elf Jahre alt gewesen. Der 45-Jährige erklärte zu Prozessbeginn am 12. Dezember 2019, er gebe alle Taten zu. Er habe sich selbst bei der Polizei angezeigt und wolle der Tochter seiner damaligen Lebensgefährtin nun eine Aussage vor Gericht ersparen. «Ich möchte, dass das Kind zur Ruhe kommt.»

Zu den Taten soll es von Juli 2017 bis August 2018 gekommen sein

In insgesamt 272 Fällen habe er sich an der Stieftochter vergangen, in fünf Fällen habe der 45-Jährige auch deren Freundin sexuell berührt. Zu den Übergriffen sei in der Wohnung der Familie gekommen. In einem Fall habe er die Stieftochter vergewaltigt. Zu den Taten soll es laut Anklage in der Zeit von Juli 2017 bis August 2018 gekommen sein.

Sämtliche Vorwürfe soll der Angeklagte gestanden haben

Der wegen anderer Delikte vorbestrafte Mann erklärte weiter, er habe damals häufig Drogen konsumiert. Er gestehe sämtliche Vorwürfe. «Ich will nicht, dass das Mädchen noch einmal Fragen beantworten muss.» Er habe eine harte Strafe verdient. Der Prozess wegen Vergewaltigung, sexuellen Missbrauch von Kindern sowie versuchten schweren Missbrauchs wird am 18. Dezember fortgesetzt.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 12. Dezember 2019 13:51 Uhr

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