Reichsbürger mit Pistolenattrappe löst Polizeieinsatz aus

Reichsbürger mit Pistolenattrappe löst Polizeieinsatz aus

Ein Reichsbürger in einer Art Kampfmontur hat im S-Bahnhof Hermannstraße einen Einsatz der Bundespolizei ausgelöst.

Ein Polizist steht vor einem Streifenwagen

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Der 55-Jährige trug in einem Waffenholster am Bein eine Pistolenattrappe aus Holz, wie ein Sprecher der Bundespolizei berichtete. Der Mann war in Camouflage-Bekleidung und mit einer Art Armee-Helm unterwegs. Er sei polizeibekannt und werde der Reichsbürgerbewegung zugeordnet. Zunächst hatte die «Berliner Morgenpost» über den Vorfall am Donnerstagnachmittag (31. Oktober 2019) berichtet.
Der 55-Jährige habe niemanden bedroht, so der Sprecher. Sicherheitsbeamte hätten ihn aufgefordert, den Bahnsteig zu verlassen. Als er sich weigerte, wurde die Bundespolizei alarmiert, die den Mann festnahm. Dem Zeitungsbericht zufolge war dieser auf einem Segway unterwegs. Die Polizei bestätigte dies zunächst nicht.
Die Polizei ermittelt nun gegen den Berliner wegen Hausfriedensbruchs. Er habe sich nicht ausweisen können, hieß es. An seinem Anzug waren Aufnäher angebracht, die der Reichsbürgerbewegung zuzuordnen seien. Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik nicht als Staat an. Sie sprechen dem Grundgesetz, Behörden und Gerichten die Legitimität ab und akzeptieren keine amtlichen Bescheide.
Das Blaulicht
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 1. November 2019 08:28 Uhr

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