Mann ruft antisemitische Parolen vor Synagoge

Mann ruft antisemitische Parolen vor Synagoge

Ein Radfahrer soll vor der Neuen Synagoge in Mitte antisemitische Parolen gerufen haben. Der Staatsschutz ermittelt.

Neue Synagoge Berlin

© dpa

Die Neue Synagoge in Berlin.

Wie die Polizei am Freitag, den 27. September 2019 mitteilte, war der Radfahrer am Donnerstagabend in der Oranienburger Straße unterwegs und verlangsamte in Höhe der Synagoge sein Tempo. Im Kreis fahrend habe er dann antisemitische Parolen gerufen und sei davongefahren. Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts der Volksverhetzung.
Erst am Donnerstag hatte die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) eine aktuelle Auswertung zu antisemitischen Vorfällen in der Hauptstadt vorgestellt. Die Zahl der gemeldeten Fälle ist demnach im ersten Halbjahr 2019 deutlich zurückgegangen. Das gelte für die Gesamtzahl aller Vorfälle, die bei 404 (1. Halbjahr 2018: 579) lag. Zudem wurden auch weniger judenfeindliche Angriffe (13) und Bedrohungen (20) registriert.
Die Anzahl der Vorfälle im öffentlichen Raum, zu denen auch Beleidigungen, Sachbeschädigungen und Schmierereien zählen, sank auf 224 (2018: 280). Nach dem Anstieg im vergangenen Jahr lagen die Zahlen nun etwa wieder auf der Höhe von 2017. Der Projektleiter von Rias Berlin, Benjamin Steinitz, erklärte, von Anfeindungen seien weiterhin gerade Menschen betroffen, die als jüdisch erkennbar seien.
Das Blaulicht
© dpa

Kriminalität

Von Dieben, Brandstiftern & Co.: Aktuelle Polizeimeldungen und Nachrichten über Verbrechen und Prozesse in Berlin. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 27. September 2019 11:13 Uhr

Weitere Polizeimeldungen