Getöteter Fußballfan: Verdächtiger rechtmäßig in Deutschland

Getöteter Fußballfan: Verdächtiger rechtmäßig in Deutschland

Der Tatverdächtige im Fall des getöteten 19-jährigen Berliner Fußballfans hat sich nach Angaben der Innenverwaltung rechtmäßig in Deutschland aufgehalten.

Handschellen liegen auf einem Tisch

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Dem EU-Bürger sei im Jahr 2008 sein Freizügigkeitsrecht bescheinigt worden, teilte der Sprecher der Behörde, Martin Pallgen, am Mittwoch (10. April 2019) auf Anfrage mit. «Danach gab es dazu keinen weiteren Vorgang in der Berliner Ausländerbehörde.» Der 29-jährige Rumäne sei nicht zur Abschiebung ausgeschrieben gewesen. Auch sei nicht nach ihm gefahndet worden, hieß es unter Berufung auf Angaben der Polizei. Zuvor hatte es in einem Medienbericht geheißen, gegen den Verdächtigen habe ein Abschiebehaftbefehl vorgelegen.
Der vorbestrafte 29-Jährige war am Dienstagmorgen in Finsterwalde in Südbrandenburg verhaftet worden. Er sitzt in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, am 9. Februar einen 19-Jährigen auf einem Supermarkt-Parkplatz in Berlin-Prenzlauer Berg tödlich verletzt zu haben. Das deutsche Opfer wurde noch in ein Krankenhaus gebracht und operiert. Dort starb er.
Zum Hintergrund der Tat machten die Behörden auch am Mittwoch zunächst keine Angaben. Über einen Zusammenhang mit Fußball - der Getötete trug laut Polizei einen Rucksack mit Emblem des 1. FC Union Berlin - hatte es Spekulationen gegeben. Der Täter machte laut Polizei aber auch homophobe Äußerungen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 11. April 2019 08:18 Uhr

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