Fünf Flüchtlingskinder geschleust: Bewährungsstrafen

Fünf Flüchtlingskinder geschleust: Bewährungsstrafen

Ein Ehepaar, das fünf Flüchtlingskinder im Alter von etwa sieben Jahren von Griechenland nach Deutschland geschleust hat, ist in Berlin zu jeweils einem Jahr und elf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die 43-jährige Frau und der 42 Jahre alte Mann seien des bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern sowie des Missbrauchs von Ausweispapieren schuldig, begründete das Amtsgericht Tiergarten am Mittwoch. Das Paar, das in Griechenland lebt, hatte gestanden. Aus finanzieller Not hätten sie sich zu den Taten hinreißen lassen, erklärten die Eheleute. Hintermänner hätten ihnen für jedes geschleuste Kind 1500 Euro gezahlt.

Das Paar hatte laut Ermittlungen mit weiteren Komplizen agiert. Die 43-Jährige habe die Kinder, die unbegleitet und ohne Reisepass waren, bei Kontrollen an Flughäfen als ihre eigenen ausgegeben und den Pass ihres Sohnes vorgelegt. Die Jungen seien am Zielort «von fremden Männern» abgeholt worden, sagte die Angeklagte. Sie sei von November 2018 bis Januar 2019 jeweils mit einem Flüchtlingskind unterwegs gewesen. Der Schwindel war schließlich am Flughafen Berlin-Tegel entdeckt worden. Ein afghanischer Junge sei bei der Frau gewesen. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 3. April 2019 13:00 Uhr

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