Mordurteil gegen Raser erstmals vom BGH bestätigt

Mordurteil gegen Raser erstmals vom BGH bestätigt

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat erstmals ein Mordurteil nach einem tödlichen Autounfall gegen einen Raser bestätigt.

BGH verkündet Raserurteil

© dpa

Das Landgericht Hamburg hatte einen bedingten Tötungsvorsatz angenommen und den zur Tatzeit 24 Jahre alten Mann im Februar 2018 zu lebenslanger Haft verurteilt. Der 4. Strafsenat des BGH habe die Revision des Angeklagten als unbegründet verworfen, teilte das oberste Zivilgericht am Freitag (01. März 2019) in Karlsruhe mit (Aktenzeichen: 4 StR 345/18).

BGH hob 2018 ähnliches Urteil auf

Im vergangenen Jahr hatte der BGH in einem ähnlichen Fall aus Berlin das bundesweit erste Mordurteil nach einem illegalen Autorennen zweier junger Männer aufgehoben.

Verurteilung wegen Mordes, zweifachen versuchten Mordes und zweifacher gefährlicher Körperverletzung

Der in Hamburg verurteilte Litauer hatte am frühen Morgen des 4. Mai 2017 ein Taxi gestohlen und war mit dem unbeleuchteten Fahrzeug betrunken auf der Flucht vor der Polizei durch Hamburg gerast. In der Innenstadt lenkte er den Wagen mit hoher Geschwindigkeit auf die Gegenfahrbahn und stieß mit einem Wagen zusammen. Ein 22 Jahre alter Mann starb. Das Landgericht hatte den Angeklagten wegen Mordes, zweifachen versuchten Mordes und zweifacher gefährlicher Körperverletzung verurteilt.
Ständige Begegnung: Kreuzung am Alexanderplatz
© BerlinOnline/akh

Verkehrsrecht & Urteile

Gerichtsurteile zum Verkehrsrecht, Unfällen, Mängeln bei Autos und Werkstätten, zur Straßenverkehrsordnung und mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 1. März 2019 15:17 Uhr

Weitere Polizeimeldungen