Mann bei Sex-Verabredung erdrosselt? 29-Jähriger schweigt

Mann bei Sex-Verabredung erdrosselt? 29-Jähriger schweigt

Rund sechs Monate nach dem gewaltsamen Tod eines Lehrers in Charlottenburg steht der mutmaßliche Mörder vor dem Landgericht. Zum Prozessauftakt am 7. August schwieg der 29-Jährige.

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Er soll das 36 Jahre alte Opfer, mit dem er laut Anklage zum Sex verabredet war, in dessen Wohnung gefesselt und erdrosselt haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem heimtückischen Mord aus Habgier aus. In einer früheren Aussage, die das Gericht am Dienstag verlas, hatte der Mann von der Elfenbeinküste die Vorwürfe zurückgewiesen.
Der 29-Jährige soll das Opfer am Abend des 27. Januar 2018 zunächst einvernehmlich mit Schnürsenkeln und einem Kabel an Füßen und Händen gefesselt haben. Der 36-Jährige sei «in Erwartung nachfolgender sexueller Handlungen arglos gewesen», heißt es in der Anklage. Der Gast habe die Situation ausgenutzt und den Geschädigten erdrosselt. Der Angeklagte habe plangemäß zwei Laptops und ein Mobiltelefon erbeutet und sei geflohen.
Etwa drei Wochen nach dem mutmaßlichen Mord wurde der Angeklagte in Frankreich verhaftet und schließlich im April nach Deutschland ausgeliefert. Bei einer früheren Vernehmung hatte der Mann, der eigenen Angaben zufolge Wirtschaft und Verwaltung studiert hat, erklärt: «Das mit der Geschichte ist so nicht passiert.» Den Ermittlungen zufolge sollen sich der 29-Jährige und der Mann aus Berlin über ein Internetportal kennengelernt haben. Der Prozess wird am 10. August fortgesetzt.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 7. August 2018 14:14 Uhr

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