Mord im Rockermilieu: FDP will Konsequenzen für Polizei

Mord im Rockermilieu: FDP will Konsequenzen für Polizei

Nach dem Verdacht, dass die Berliner Polizei einen Mord im Rockermilieu gebilligt habe könnte, fordert die oppositionelle FDP-Fraktion Konsequenzen.

Marcel Luthe

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Marcel Luthe (FDP) nimmt an der Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses teil.

Offenbar funktioniere an vielen Stellen des Landeskriminalamtes (LKA) die Kommunikation nicht, sagte der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Marcel Luthe, am Montag (30. Juli) im RBB-Inforadio. Dafür sei letztlich der LKA-Chef verantwortlich.
Im bislang größten Rockerprozess der Hauptstadt hat das Landgericht in einem rechtlichen Hinweis festgehalten, das LKA habe gewusst, dass so ein Mord passieren könne, aber womöglich «bewusst und unter billigender Inkaufnahme» keine ausreichenden Gegenmaßnahmen ergriffen. Hintergrund könnte gewesen sein, dass die Ermittler anschließend gegen das Rockermilieu vorgehen wollten.
Laut Anklage sollen die Rocker am 10. Januar 2014 vermummt in ein Wettspiel-Café im Stadtteil Reinickendorf gestürmt sein. Der Mann an der Spitze erschoss im Hinterzimmer einen 26-Jährigen. Die Tat war aus Sicht der Staatsanwaltschaft die Rache für eine Schlägerei einige Monate zuvor, bei der ein Hells-Angels-Rocker verletzt worden sei. Der Prozess begann mit elf Angeklagten im November 2014. Inzwischen sitzen noch zehn Mitglieder der Hells Angels auf der Anklagebank.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 30. Juli 2018 13:27 Uhr

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