Bekannten erschlagen? Verurteilter Mörder erneut vor Gericht

Bekannten erschlagen? Verurteilter Mörder erneut vor Gericht

Neun Jahre nach dem Verschwinden eines 45 Jahre alten Berliners hat der Prozess gegen einen bereits wegen Mordes und Totschlags vorbestraften Mann begonnen.

Kriminalgericht Moabit

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Der Eingang zum Kriminalgericht Moabit.

Die Anklage gegen den 44-Jährigen lautet erneut auf Totschlag. Er soll seinen Bekannten im April 2009 in dessen Wohnung in Wedding nach einem Streit mit einem Gegenstand erschlagen haben. Die Leiche wurde allerdings bis heute nicht gefunden. Der Angeklagte verweigerte am Freitag, den 27. April zu Beginn der Verhandlung vor dem Berliner Landgericht Angaben zu seiner Person sowie zu den Vorwürfen.
Als 17-Jähriger hatte der Angeklagte ein siebenjähriges Mädchen in einem Treppenhaus in einer Hochhaussiedlung bei Aachen abgepasst, in einen Keller verschleppt, missbraucht und getötet. Gegen ihn wurde eine Jugendstrafe von sieben Jahren verhängt. Derzeit verbüßt der Angeklagte eine Haftstrafe von 15 Jahren wegen Totschlags an einer 52-jährigen Frau in Düsseldorf. Er hatte die Geschädigte im Juli 2010 mit 38 Messerstichen umgebracht.
Im Fall des verschwundenen Berliners habe die Polizei in der Wohnung des 45-Jährigen Blutspuren und Fingerabdrücke gesichert, die dem Angeklagten zuzuordnen seien, hieß es am Rande des Prozesses. Der mutmaßliche Serientäter soll den Geschädigten einige Jahre vor der Tat in einer Suppenküche in der Hauptstadt kennengelernt haben.
Sollte es erneut zu einem Schuldspruch kommen, droht dem Angeklagten auch die Verhängung von Sicherungsverwahrung. Der Prozess wird am 4. Mai fortgesetzt.
Das Blaulicht
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 27. April 2018 15:27 Uhr

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