Über 40 000 Berliner offline: Polizei ermittelt

Mehr als 40 000 Haushalte in Berlin sind am Sonntag viele Stunden von den elektronischen Medien abgeschnitten. Die Polizei prüft, ob gescheiterte Bankeinbrecher dahinter stecken.

Zehntausende Berliner Haushalte sind am Sonntag stundenlang vom Telefon- und TV-Netz sowie vom Internet abgeschnitten gewesen. Unbekannte hatten in der Nacht zum Sonntag einen Kabelschacht aufgebrochen und mehrere Kabel zerstört, wie die Polizei bestätigte. Die Ermittler prüften einen Zusammenhang zu einem gescheiterten Einbruch in eine Bank, sagte eine Sprecherin. Zuerst hatte der «Tagesspiegel» über den Vorfall berichtet.

Über 40 000 Berliner Haushalte betroffen

Allein rund 40 000 Haushalte in Zehlendorf, Steglitz und Wilmersdorf, die Internet, Telefon und TV-Signal von Vodafone beziehen, waren nach Angaben des Anbieters seit etwa 1.35 Uhr Sonntagnacht von der Störung betroffen. Auch Kunden der Telekom waren Leidtragende - wie viele, blieb allerdings zunächst unklar. Nach Angaben eines Telekom-Sprechers wurden 16 Glasfaserkabel zersägt. Techniker beider Anbieter arbeiteten am frühen Nachmittag an der Reparatur, deren Ende vorerst nicht absehbar war. Die Reparaturarbeiten konnten erst am Nachmittag beginnen, da die Polizei zuvor Spuren sichern musste.

Störung soll schnellstmöglich behoben werden

Da es sich um Glasfaserkabel handelte, war die Behebung der Störung kompliziert. «Die können Sie nicht einfach zusammenflicken», erklärte der Telekom-Sprecher. «Die müssen von Muffe zu Muffe ausgetauscht werden». Die Haushalte würden sukzessive wieder ans Netz angeschlossen, sagte der Sprecher. Es sei jedoch nicht damit zu rechnen, dass die Störung überall noch am Sonntag behoben werden könne. Am Nachmittag hatten zumindest Vodafone-Kunden in Wilmersdorf nach Unternehmensangaben wieder Fernsehempfang und konnten telefonieren.

Polizei prüft Zusammenhang zu Bankeinbruch

Die Täter kappten die Kabel in einer Kabelanlage im Bereich Breite Straße/Cunostraße. Von dort aus verlaufen Kabel zu den einzelnen Verteilerkästen an den Straßen, die dann schließlich die einzelnen Häuser versorgen. Ob die Störung im Zusammenhang mit einem versuchten Bankeinbruch in Schmargendorf steht, untersucht laut Polizei derzeit das Landeskriminalamt. Gegen 3.00 Uhr habe ein Einbruchsalarm die Sicherheitskräfte mobilisiert. Die Täter seien unerkannt geflüchtet.

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Quelle: dpa
Aktualisierung: Montag, 19. Februar 2018 12:42 Uhr
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