Niroomand: «Vereine sind Sozialstationen der Gesellschaft»

Niroomand: «Vereine sind Sozialstationen der Gesellschaft»

Kaweh Niroomand, Manager von Volleyball-Meister BR Volleys und Sprecher der Berliner Profivereine, hat bezüglich neuer Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vor einem generellen Verbot des Sporttreibens gewarnt. Der 69-Jährige befürchtet einen weiteren Mitgliederschwund der Vereine, was eine weitere Schwächung der Gesellschaft nach sich ziehen würde. «Die Vereine sind Sozialstationen der Gesellschaft. Nirgendwo ist die Schule der Demokratie besser aufgestellt als in den Vereinen», sagte der frühere Vizepräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Kaweh Niroomand

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Kaweh Niroomand, Geschäftsführer BR Volleys, spricht zu den Anwesenden.

Zugleich hofft Niroomand auch unter der neuen Landesregierung auf eine Fortsetzung des Hilfsprogramms für den Sport. In dem bis Jahresende dauernden Programms sei noch Geld vorhanden, so dass der Fonds aufgestockt werden müsste. «Das könnte man relativ einfach fortsetzen. Es wäre eine große Hilfe für alle Vereine in Deutschland.»
Neben den ökonomischen Hilfen müssen auch in den sozialen Segmenten Hebel angesetzt werden. «Die Verbindung zwischen Fan oder Unterstützer und dem jeweiligen Club hat schon jetzt gelitten und wird weiter leiden», sagte der 69-Jährige, der ein «Konjunkturprogramm Sport» forderte, «dass uns das Verlorengegangene wiederbringe». Niroomand hofft vor allem darauf, dass die Maßnahmen von kurzfristiger Natur sind, um weiteren finanziellen und gesellschaftlichen Schaden abzuwenden: «Auf keinen Fall dürfen sie bis zum Ende der Saison dauern.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 22. Dezember 2021 12:59 Uhr

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