Berlin setzt sich ehrgeizigere Klimaschutzziele

Berlin setzt sich ehrgeizigere Klimaschutzziele

Berlin setzt sich ehrgeizigere Ziele beim Klimaschutz. Das Abgeordnetenhaus beschloss dazu am Donnerstag mit den Stimmen der rot-rot-grünen Koalition ein neues Energiewendegesetz. Dort ist das Ziel festgeschrieben, die klimaschädlichen CO2-Emissionen bis 2030 um mindestens 70 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken; und bis 2040 dann um mindestens 90 Prozent sowie spätestens bis 2045 um mindestens 95 Prozent. Bisher waren die Zielwerte mit einem Minus bei den CO2-Emissionen von 60 Prozent bis 2030 und 85 Prozent bis 2050 weniger ambitioniert.

Abgeordnete nehmen an einer Plenarsitzung teil

© dpa

Abgeordnete nehmen an einer Plenarsitzung teil.

Um die Pläne umzusetzen, ist unter anderem eine Solar-Pflicht für öffentliche Gebäude geplant. Ab 2022 müssen demnach alle geeigneten Dachflächen dieser Gebäude zur Erzeugung erneuerbarer Energien genutzt werden. Die Einführung strengerer Standards für Neubauten und Sanierungen soll den Energieverbrauch öffentlicher Gebäude senken.
Im Fuhrpark des Landes, der landeseigenen Unternehmen und Bezirke soll es bis 2030 nur noch CO2-freie Fahrzeuge geben. Geplant ist auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Außerdem soll die Fernwärmeversorgung, an die 1,3 Millionen Haushalte angeschlossen sind, bis spätestens 2045 CO2-frei werden. Sie basiert derzeit noch vor allem auf Steinkohle.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 19. August 2021 19:06 Uhr

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