Neuer Interessent für Grundstücke am Checkpoint Charlie

Neuer Interessent für Grundstücke am Checkpoint Charlie

Für brachliegende Grundstücke am ehemaligen Grenzübergang Checkpoint Charlie in Berlin gibt es einen neuen Kaufinteressenten. Das Land Berlin führe mit dem Investor seit geraumer Zeit Gespräche, die aber noch nicht abgeschlossen seien, hieß es am 06. August 2021 aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

Checkpoint Charlie

© dpa

Blick auf den Grenzübergang Checkpoint Charlie.

«Ziel ist es, die Grundstücke in Abstimmung mit einem Investor entsprechend dem festgesetzten Bebauungsplan zu entwickeln, um die städtebaulichen Zielsetzungen des Landes Berlin für den historisch bedeutenden Ort umzusetzen», sagte die Sprecherin der Stadtentwicklungsverwaltung, Katrin Dietl, dem RBB, der über die neue Entwicklung berichtete.
Es bestehe der gemeinsame Wille, die Entwicklung der Grundstücke als Erinnerungsort zu Beginn der nächsten Wahlperiode zu konkretisieren. Wer der Kaufinteressent ist, sagte die Sprecherin nicht. Der Checkpoint Charlie an der Friedrichstraße gilt als Symbol des Kalten Krieges. Hier standen sich nach dem Mauerbau 1961 amerikanische und sowjetische Panzer gegenüber. Seit vielen Jahren ist das Areal in bester City-Lage nach Ansicht von Kritikern zu einer Art Disneyland verkommen - samt nachgebautem Checkpoint.
Die fraglichen Grundstücke, um die es nun geht, gehören nicht dem Land Berlin, sondern liegen seit Jahren bei einem Insolvenzverwalter. Zuletzt hatte die Trockland-Gruppe die Grundschuld erworben und eigene Pläne für das Areal entwickelt. Das Abgeordnetenhaus hatte jedoch im Januar 2020 einen Bebauungsplan für den Bereich beschlossen, der die Pläne von Trockland durchkreuzte. Er sieht auf dem Gelände ein Museum, einen Stadtplatz sowie gemischte Bebauung mit einem hohen Anteil an Wohnungen vor. Trockland plante unter anderem auch Hochhäuser mit Hotel und Büros.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 6. August 2021 20:06 Uhr

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