Senat bietet nicht-geimpften Ü60-Jährigen Kreuzimpfung an

Senat bietet nicht-geimpften Ü60-Jährigen Kreuzimpfung an

Der Senat will allen nicht-geimpften Bürgerinnen und Bürgern über 60 Jahre ebenfalls eine Kreuzimpfung anbieten. Von diesem Dienstag (06. Juli 2021) an können sie sowohl online als auch über die Impfhotline entsprechende Termine buchen, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit am Montag mitteilte.

Ein Arzt zieht eine Spritze mit dem Impfstoff von Moderna auf

© dpa

Ein Arzt zieht eine Spritze mit dem Impfstoff von Moderna auf.

Sie erhalten dann bei der ersten Impfung den Impfstoff Astrazeneca und bei der zweiten einen der beiden sogenannten mRNA-Stoffe Biontech oder Moderna. Laut Senatsverwaltung haben in Berlin rund 150.000 Menschen in dieser Altersgruppe bislang noch keine Impfung erhalten. Vor wenigen Tagen hat die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Empfehlungen aktualisiert: Nach einer Erstimpfung mit Astrazeneca soll fortan die zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff durchgeführt werden. Die neue Kombination von Astrazeneca mit Biontech oder Moderna heißt Kreuzimpfung oder auch heterologes Impfschema.
Vergangene Woche hatte der Senat sein Impfschema entsprechend umgestellt. Seither sollten Erstgeimpfte mit Astrazeneca die Kreuzimpfung angeboten bekommen. Nun hat das Land dieses Angebot auf Nicht-Geimpfte erweitert.
Ein Vorteil für alle Erstgeimpften mit Astrazeneca ist dabei, dass sie nun früher den vollständigen Impfschutz erhalten können - mit einem Mindestabstand von vier Wochen nach dem ersten Piks. Bei einer zweiten Impfung mit Astrazeneca hätten sie neun bis zwölf Wochen warten müssen. Nach bisherigen Studien ist zwar auch die Schutzwirkung einer doppelten Astrazeneca-Impfung vor schweren Corona-Verläufen akzeptabel - in Kombination mit einem mRNA-Impfstoff liegt sie aber deutlich höher. Das ist auch der Hauptgrund für die Änderung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 5. Juli 2021 16:00 Uhr

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