Ausstellung erinnert an Besuchsprogramm für NS-Verfolgte

Ausstellung erinnert an Besuchsprogramm für NS-Verfolgte

Mit der Ausstellung «Charterflug in die Vergangenheit» wird im Abgeordnetenhaus an das Besuchsprogramm für Verfolgte des Nazi-Regimes erinnert. Per Livestream werde Parlamentspräsident Ralf Wieland Mittwochabend aus der Wandelhalle die Schau eröffnen, teilte das Abgeordnetenhaus mit. Unter Vorsitz des damaligen Regierenden Bürgermeisters Klaus Schütz (SPD) hatte der Senat am 10. Juni 1969 beschlossen, die Verfolgten, die ihre Stadt während der Zeit des Nationalsozialismus verlassen mussten, zu einem Berlin-Besuch einzuladen. Der erste Gast traf im August 1969 in der damals geteilten Stadt ein. Etwa 35 000 Menschen, die zumeist wegen ihrer jüdischen Herkunft verfolgt worden waren, nahmen in den folgenden Jahren die Einladung an. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Biografien der Menschen, die sich trotz aller Vorbehalte aus allen Teilen der Welt auf den Weg nach Berlin gemacht haben.

Die Ausstellung entstand 2019 anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Programms unter Federführung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Kooperation mit der Senatskanzlei Berlin.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 30. Mai 2021 09:15 Uhr

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