Nach Nazi-Vergleich: BFV-Präsident hofft auf Klärung

Nach Nazi-Vergleich: BFV-Präsident hofft auf Klärung

Der Präsident des Berliner Fußball-Verbands (BFV), Bernd Schultz, erhofft sich auf dem für das Wochenende angesetzten Regionaltreffen der Landesverbände auch eine Klärung des Sachverhalts nach der verbalen Entgleisung von DFB-Präsident Fritz Keller. «Wir treffen uns am Wochenende zu einer Zusammenkunft, an der auch Fritz Keller und Friedrich Curtius teilnehmen sollen», sagte Schultz am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Schultz habe von Kellers Ausfall bisher nur aus den Medien erfahren und wollte sich deshalb kein Urteil erlauben. Der 63-Jährige hält Vergleiche mit der Zeit des Nationalsozialismus generell für «ziemlich untragbar». Keller hatte seinen Vizepräsidenten Rainer Koch bei einer Präsidiumssitzung am vergangenen Freitag nach übereinstimmenden Berichten von «bild.de» und «Der Spiegel» mit Nazi-Richter Roland Freisler verglichen.
Für Schultz ist Kellers Entgleisung ein weiterer Baustein für das klägliche Bild, das die DFB-Führungsspitze in den vergangenen Monaten abgegeben habe. Ein «Weiter so» dürfe es deshalb nicht geben. Ob ein außerordentlicher DFB-Bundestag die Probleme und die Krise beheben würde, bezweifelt der Verwaltungsbeamte der Polizei aber.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 27. April 2021 16:02 Uhr

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