Corona-Notbremse greift vorerst nicht

Corona-Notbremse greift vorerst nicht

Berlin nimmt vorsichtige Öffnungsschritte der vergangenen Wochen trotz stark steigender Corona-Infektionszahlen noch nicht wieder zurück.

Michael Müller

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Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, gibt bei der 76. Plenarsitzung des Berliner Abgeordnetenhauses eine Regierungserklärung zum Thema «Gemeinsam aus der Pandemie - verantwortungsvoll, mit Augenmaß und flexibel» ab.

«Ich glaube, dass es kein gangbarer Weg ist, jetzt wieder alles zurückzudrehen, was wir uns in den letzten Tagen und Wochen an Möglichkeiten und Freiheiten erkämpft haben», sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Donnerstag (25. März 2021) in einer Regierungserklärung im Abgeordnetenhaus. Vielmehr gebe es durch das Impfen und Testen neue Möglichkeiten, so dass man nicht mehr wie in der Vergangenheit ausschließlich mit einschränkenden Maßnahmen reagieren müsse.
Müller rückte damit ab vom Bund-Länder-Beschluss einer sogenannten Notbremse, der bei den Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Nacht zum Dienstag noch einmal bekräftigt worden war. Demnach müssten Lockerungen bei einer stabilen Inzidenz von über 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen zurückgenommen werden. In Regionen mit einer Inzidenz von über 100 sollen Beschränkungen laut Bund-Länder-Beschluss sogar verschärft werden. In Berlin lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch bei 118,2 nach 102,3 am Vortag.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 25. März 2021 12:10 Uhr

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