Lockdown bis 28. März verlängert: Stufenplan für Öffnungen

Lockdown bis 28. März verlängert: Stufenplan für Öffnungen

Angesichts wieder steigender Infektionszahlen wird der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland grundsätzlich bis zum 28. März verlängert. Es soll aber abhängig von der Infektionslage eine Reihe von Öffnungsmöglichkeiten geben. Das haben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länder-Ministerpräsidenten am 03. März 2021 in Berlin beschlossen.

Coronavirus - Berlin

© dpa

Eine Passantin fährt am frühen Morgen am Brandenburger Tor über den noch leeren Platz 18. März. Berlin befindet sich zur Eindämmung der Corona-Pandemie weiterhin im Lockdown.

Vereinbart wurde eine stufenweise Öffnungsstrategie mit eingebauter Notbremse: Führen einzelne Lockerungen zu einem starken Anstieg der Infektionszahlen in einer Region, werden automatisch alle schon erfolgten Erleichterungen wieder gestrichen. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) lobte den von Bund und Ländern vereinbarten Stufenplan als gut nachvollziehbar. «Das ist ein Plan, den wir haben, der auf eine DIN-A-4-Seite passt, und wo jeder eins zu eins nachvollziehen kann, wo stehen wir jetzt und worauf kann ich mich einrichten», sagte der SPD-Politiker, der auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) ist, in der Nacht zum Donnerstag.

Private Treffen mit einem weiteren Haushalt ab Montag möglich

In dem Stufenplan seien der Sport und Jugendsport, Theater, Museen, Galerien oder auch der Einzelhandel genannt. «Das, was für viele die drängenden Fragen sind, wie geht es in meinem konkreten Lebensumfeld voran, worauf kann mich einstellen, ist hier in fünf Schritten auf einer DIN-A-4-Seite dargestellt», sagte Müller. So sollen schon vom kommenden Montag (8. März 2021) die beschränkten privaten Kontaktmöglichkeiten gelockert werden. Dann werden wieder private Zusammenkünfte des eigenen Haushalts mit einem weiteren Haushalt möglich sein, jedoch beschränkt auf maximal fünf Personen.

Stufenplan sieht Öffnungen von Gartenmärkten und Fahrschulen vor

In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 neuen Infektionen pro Woche können es auch Treffen des eigenen Haushalts mit zwei weiteren Haushalten mit zusammen maximal zehn Personen sein. Kinder bis 14 Jahre sind hiervon jeweils ausgenommen. Bisher darf sich ein Hausstand mit maximal einer Person eines anderen Hausstandes treffen. Nach den ersten Öffnungen bei Schulen und Friseuren sollen nun in einem zweiten Schritt beispielsweise Gartenmärkte folgen. Auch Fahrschulen können den Betrieb unter Auflagen wieder aufnehmen.

Terminbuchungen für den Einzelhandel und Museen

Weitere eingeschränkte Öffnungen kann es schon in Regionen geben, in denen lediglich die Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner unterschritten wird. Neben Terminshopping-Angeboten im Einzelhandel können dann Museen, Galerien, Zoos, botanische Gärten und Gedenkstätten für Besucher mit Terminbuchung öffnen. Öffnungsschritte darüber hinaus sollen davon abhängig gemacht werden, dass die vorherige Stufe 14 Tage lang nicht zu einer Verschlechterung der Sieben-Tage-Inzidenz geführt hat. Dann geht es zunächst etwa um die Öffnung der Außengastronomie, von Kinos, Theatern, Konzert- und Opernhäusern sowie um kontaktfreien Sport im Innenbereich und um Kontaktsport im Außenbereich.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 4. März 2021 21:11 Uhr

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