Berliner CDU-Fraktion warnt vor frühen Lockerungen

Berliner CDU-Fraktion warnt vor frühen Lockerungen

Die Berliner CDU-Fraktion hat davor gewarnt, durch frühe Lockerungen der Corona-Maßnahmen bisherige Erfolge aufs Spiel zu setzen. Gleichzeitig fordert sie in einem Strategiepapier einen «Fahrplan, der die Voraussetzungen zur geordneten Rückkehr zu annähernd «normalen» gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen beschreibt».

Das Rolltor eines Warenhauses ist geschlossen

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Das Rolltor eines Warenhauses ist geschlossen.

Mit Blick auf die Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch (10. Februar 2021), teilte Fraktionschef Burkard Dregger am Montag mit, es müsse gelingen, endlich eine verlässliche und dauerhafte Perspektive zu schaffen. Zuerst hatte die «Berliner Morgenpost» (Sonntag) über das Strategiepapier berichtet. Das Ziel sei eine niedrigstmögliche Sieben-Tage-Inzidenz bis Ende Februar, hieß es darin. Der Wert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche sei der falsche Hoffnungswert, warnte Dregger. «Wir nehmen Vorschläge aus der Wissenschaft sehr ernst und plädieren für ein Stufenmodell bei Ziel-Inzidenzen zwischen 10 und 20.»
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Die Ministerpräsidenten, auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, hätten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Oktober bei konsequenten Maßnahmen ausgebremst, kritisierte Dregger. «Wir appellieren an den Regierenden Bürgermeister, in der bevorstehenden Bund-Länder-Konferenz bei der Virus-Eindämmung diesen Fehler der Zögerlichkeit nicht zu wiederholen.»
Heiko Melzer, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion Berlin, erklärte, die Zähne zusammenzubeißen, um bald Freiheit zurückzubekommen, sei allemal besser, als sich von Lockdown zu Lockdown zu hangeln. «Jetzt konsequent vorgehen bedeutet, dass wir das Virus kontrollieren, nicht das Virus uns.» Melzer sprach sich dafür aus, zuerst Schulen und Kitas zu öffnen, sobald das dauerhaft zu verantworten sei.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 8. Februar 2021 12:47 Uhr

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