Senat: Freiwilliges Engagement in Corona-Krise unterstützen

Senat: Freiwilliges Engagement in Corona-Krise unterstützen

Der Berliner Senat will gemeinnützige Organisationen und Initiativen in der Corona-Krise weiter unterstützen. Dazu sei für 2021 ein neues Förderprogramm in Arbeit, teilte die Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement, Sawsan Chebli, am Donnerstag (21. Januar 2021) mit.

Sawsan Chebli, Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement

© dpa

Sawsan Chebli, Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement.

«Weil freiwilliges Engagement so wichtig ist, hat der Senat im letzten Jahr das Programm der Ehrenamts- und Vereinshilfen gestartet. Wir konnten in diesem Rahmen 67 gemeinnützige Organisationen mit einer Förderung von insgesamt rund 1,7 Mio Euro unterstützen», berichtete sie. Viele Projekte benötigten aber weiter Hilfe.
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Deutlicher Rückgang von Engagierten

Dies zeigt auch eine neue Studie des Thinktanks ZiviZ im Stifterverband, die unter anderem vom Berliner Senat beauftragt wurde. Sie kommt nach Befragung von bundesweit 685 Führungskräften in dem Bereich zu dem Schluss, dass das System zivilgesellschaftlichen Engagements in Deutschland in Gefahr ist. Die Bereitschaft der Menschen, sich ehrenamtlich zu engagieren, lässt demzufolge nach - zu Beginn der Pandemie hatte sie noch zugenommen. Jeder vierte Befragte vermeldete einen Rückgang von Engagierten. Zudem gaben 17 Prozent an, dass Vereinsmitglieder pandemiebedingt ausgetreten sind.

Viele erfüllen Kriterien für Soforthilfen nicht

Neben rückläufigen Mitgliedsbeiträgen sind auch Einnahmen aus Veranstaltungen und Verkaufserlöse kaum noch möglich, was teils erhebliche finanzielle Engpässe zur Folge hat. 63 Prozent der Befragten sprechen laut Studie von einem teils starken Rückgang selbst erwirtschafteter Mittel. Trotzdem stellten 78 Prozent nach eigener Auskunft keinen Antrag auf Soforthilfen des Staates, weil viele die Kriterien nicht erfüllten. Entsprechende Programme sollten deshalb ausgebaut und die Regeln für die Antragstellung den Bedürfnissen gemeinnütziger Organisationen angepasst werden, sagte Chebli. Diese hätten in der Krise wichtige Aufgaben übernommen, um Menschen in Notlagen zu unterstützen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 22. Januar 2021 07:52 Uhr

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