Kassenärztliche Vereinigung: Einsätze kaum noch abgesagt

Kassenärztliche Vereinigung: Einsätze kaum noch abgesagt

Aus Sicht der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin ist der Einsatz der Ärzte in den Impfzentren inzwischen vergleichsweise gut planbar.

Impfzentrum Erika-Heß-Eisstadion

© dpa

Helfer gehen durch das zweite neueröffnete Impfzentrum Berlins, im Erika-Hess-Eissatdion.

«Rund um den Impfstart am 27. Dezember mussten viele Dienste zum Teil auch sehr kurzfristig abgesagt werden», teilte die KV auf Anfrage mit. Der Grund sei gewesen, dass es nicht genügend Impfstoff beziehungsweise rund um den Jahreswechsel zu wenige Anmeldungen für Impfungen gegeben habe. «Mittlerweile müssen Dienste nur noch in Ausnahmefällen abgesagt werden.» Nach Angaben der Gesundheitsverwaltung ist nicht beabsichtigt, Impftermine wegen geringerer Liefermengen des Biontech-Impfstoffs abzusagen. Allerdings sollen weniger weitere Impftermine vereinbart werden als zunächst beabsichtigt. Die Gesundheitsverwaltung rechnet nach eigenen Angaben in den nächsten zwei Wochen mit 17 550 Impfdosen weniger als zunächst erwartet.
Im von 9 bis 19 Uhr geöffneten Impfzentrum in der Arena in Treptow sind der KV zufolge 15 Ärztinnen und Ärzte pro Schicht tätig, wobei es dort täglich zwei Schichten gibt. Im Impfzentrum im Erika-Heß-Eisstadion im Wedding, das nur von 9 bis 14 Uhr auf hat, sind den Angaben zufolge aktuell 3 Ärztinnen und Ärzte im Einsatz tätig. Im Impfzentrum Messe ist der Betrieb am Montag gestartet, ab Beginn der nächsten Woche soll es dort zwei Schichten mit je 15 Ärztinnen und Ärzten geben.
Für die Dienste von Ärzten, die seit Jahresbeginn im Impfzentrum in Treptow und in den mobilen Impfteams abgesagt worden sind, hat sich der KV-Vorstand mit der Gesundheitsverwaltung auf eine Ausfallentschädigung von 300 Euro pro Dienst verständigt - bei einer Absage bis zu einer Woche vor dem Dienst. Bei Absagen bis zu 48 Stunden zuvor sind es der KV zufolge 500 Euro. Bei einer noch späteren Absage wird die Vergütung für den kompletten Dienst erstattet, die bei 120 Euro pro Stunde liegt. Diese Regelung soll künftig für alle Impfzentren gelten.
Berliner Zeitung (1)
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Weil zunächst geplant gewesen sei, alle sechs Impfzentren zu öffnen, die Impfstoffmengen aber gering gewesen seien, habe man die Dienstpläne mehrfach anpassen müssen, so die Kassenärztliche Vereinigung. «Mittlerweile werden die Öffnung und der Betrieb der Impfzentren an die zu erwartende Impfstoffmenge angepasst.» Das ermögliche eine realistischere Planung. «Die KV bereitet sich auf mehr Impfstoff zu Ende Februar vor und plant die Dienste entsprechend.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 20. Januar 2021 13:30 Uhr

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